Nahtod-Erlebnis 1984
Als ich im Juni 1984 aus Kenia, wo ich als "Tourist Officerin" Touristen in einem Hotel betreute, für einen Heimaturlaub nach Hause kam, brach 2 Tage nach der Ankunft Malaria bei mir aus.
Nachdem mein Hausarzt mir meine "Selbstdiagnose" nicht geglaubt hat und ein weiterer Tag vergangen war, bin ich dann selbst ins Krankenhaus gefahren; mit dem Taxi nat�rlich, denn es ging mir schon sehr schlecht. Schweissausbrüche, Schüttelfrost, hohes Fieber, starke rheumaartige Schmerzen und immer wieder Erbrechen. Im Krankenhaus glaubte man mir auch nicht und schob mich erstmal zu 5 alten Damen auf ein Zimmer. Natürlich waren diese neugierig und bekamen Angst als ich sagte, dass ich Malaria habe, weil sie dachten das wäre ansteckend. So kam ich in ein Einzelzimmer. Erst am nächsten Tag untersuchte man mich, war ratlos und schaltete endlich das Tropeninstitut in Hamburg ein. Mein Blut war allerdings schon so verseucht, dass kaum noch Hoffnung war, dass das altbewährte Chinin hilft. Mit beiden Armen am Tropf lag ich da, hatte Schüttelfrost, über 41 Fieber, konnte schon seit Tagen nicht mal ein Getränk bei mir behalten und hatte in jedem Knochen meines Körpers starke Schmerzen, wie sehr schweres Rheuma. Ich habe kaum noch ein Zeitgefühl für das was dann ablief. Eines Nachts (da es Sommer und schon dunkel war, wusste ich, dass es spät war) klebte ich auf einmal förmlich mit meinem Rücken an der Zimmerdecke und sah auf meinen schlaffen Körper hinunter. Es fühlte sich in Ordnung an, dass ich nicht mehr dadrin war. Ein Gefühl von Gleichgültigkeit. Meinen jetzigen Körper nahm ich war wie etwas wie eine zartrosa Wolke oder Nebel, weich, durchsichtig, aber mit allen K�rperteilen. Ich konnte alles völlig klar sehen (bin kurzsichtig) und hören (bin auf einem Ohr taub). Ich nahm war, dass vor meinem Zimmer gesprochen wurde. Den Stimmen nach ein Arzt und eine Schwester. Der Arzt sagte: "Wir müssen abwarten, ob sie diese Nacht überlebt. Tun können wir jetzt nichts mehr." (Ich kann mich erinnern, dass sie versucht hatten mich wachzuhalten, damit ich nicht beim Einschlafen sterbe oder so.) Auf einmal spürte ich so etwas wie einen sanften Sog nach oben. Der Eindruck von sehr grosser Geschwindigkeit kam mir, überhaupt kein Zeitgefühl, als wäre alles gleichzeitig. Ich befand mich in einer Art Tunnel, an dessen Ende ein gleissend helles Licht war, dass eine starke allumfassende unglaublich wärmende Liebe, ungemeines Wohlgefühl ausstrahlte. Das Licht war unbeschreiblich, so hell und doch tat es meinen Augen keineswegs weh. Rechts neben mir nahm ich einen Mönch in einer braunen Kutte wahr. Ich konnte sein Gesicht nie richtig sehen, da er die Kapuze auf hatte, aber ich hatte den Eindruck, dass er kaum älter als 30 Jahre alt war, gross und schlank, aber kräftig, tiefliegende Augen in einem schmalen Gesicht. Er verständigte sich nicht über Sprache, sondern über Gedanken mit mir. Wir standen dann an einem weissen, recht niedrigen Zaun, hinter dem sich eine wunderschöne blühende Landschaft erstreckte und alles, die Blumen und auch die Wesen, die sich dort bewegten, leuchteten in diesem intensiven liebevollen Licht. Es war fast als würde in jeder Blüte eine Softbirne versteckt sein und ausserdem die ganze Wiese von unten her indirekt beleuchtet sein. Ich wollte sofort dorthin, freudigen Herzens. Doch der Mönch liess mich wissen: "Du kannst jetzt dort hinüber gehen, denn Deine Aufgabe in diesem Leben hast Du erledigt. Ich sah blitzartig mein Leben ablaufen, als würde ich es von oben herab noch einmal alles dreidimensional sehen, aber vor allem fühlen. Es ist jetzt leicht für Dich hinüber zu gehen, liess der Mönch mich wissen. Aber Du kannst Dich auch dafür entscheiden, eine zweite Aufgabe noch in diesem Leben zu übernehmen. Ich zeige Dir, was Dich dort erwartet." Wir drehten uns vom Zaun weg und sahen zusammen durch eine Art Loch in den Wolken. Der Mönch stand nun links von mir (das ist die Seite mit meinem tauben Ohr). Ich konnte sehen, wie in einem Film, dreidimensional und in irrsinniger Geschwindigkeit, was nach meinem Tod geschehen würde. Was ich sah, rief ein sehr trauriges Gefühl in mir hervor. Ich wollte nicht dorthin zurück, fühlte mich aber verpflichtet. Ich liess den Mönch wissen: "Ich werde zurückgehen und auch diese Aufgabe erledigen." Er gab mir zu verstehen, dass ich mich an nichts von dem, das mir über die Zukunft gezeigt worden war, erinnern würde, sobald ich in meinem Körper zurück sei. Plötzlich und mit voller Wucht war ich zurück in meinem Körper und spürte diese entsetzlichen Schmerzen wieder. Am Morgen war ich wach und klar im Kopf. Und vor allen Dingen wusste ich, dass ich niemandem etwas von diesem unglaublichen Geschehnis, das ich erlebt hatte erzählen konnte. Ich war fest davon überzeugt, wenn ich das erzähle, werden sie mich in eine geschlossene Abteilung der Psychiatrie einsperren. Ich wusste aber auch, dass ich keinen Traum oder eine Halluzination gehabt hatte, denn das kannte ich. Diriliert hatte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht. Wenn ich mich je überhaupt an einen Traum erinnern konnte, dann nie für lange. Halluzinationen habe ich erlebt, als ich mal "gekifft" hatte und kann mich an den Inhalt nicht mehr erinnern. Das NTE jedoch ist mir auch nach 17 Jahren dermassen gegenwärtig, als hätte ich es gerade vor einer Stunde erlebt und ich habe auch die Einzelheiten nicht vergessen. Es ist eine wunderschöne Erinnerung für mich, tröstlich, voller Freude, wenn ich nur daran denke. Ja - und es mag für manchen seltsam klingen - ich freue mich, eines Tages zurückzugehen: dorthin von wo ich eigentlich komme. weitere Berichte unter: http://www.nahtod.de/